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Stipendium – Keine aussichtslose Sache

Eine Weiterbildung ist meist ein großer Kostenfaktor, was in einigen Fällen leider auch ein Ausschlusskriterium ist. Ein Stipendium ist eine Möglichkeit, dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen und sich voll und ganz auf sein Studium oder seine Ausbildung konzentrieren zu können. Viele schließen diesen Weg der Finanzierung von Anfang an aus, weil mit einem Stipendium oft überdurchschnittlich gute Leistungen in Verbindung gebracht werden. Das ist aber schon lange nicht mehr so.

Nicht nur für Elite-Schüler

Stipendien werden heutzutage von verschiedenen Institutionen angeboten. Dabei werden nicht mehr nur überdurchschnittliche Noten mit einem Stipendium belohnt. Manche Organisationen wollen speziell Alleinerziehende, Frauen oder Menschen mit Migrationshintergrund bei Ihrer beruflichen Fortbildung unterstützen. Andere konzentrieren sich auf bestimmte Forschungsbereiche oder Studien im Ausland. Manchmal werden Stipendien auch durch die Ausbildungsstätte selber ausgeschrieben. In den meisten Fällen kommt es also nicht darauf an, etwas besonderes zu können oder zu sein – man muss nur das passende Stipendium für sich finden.

Bei der Suche kann zum Beispiel der Stipendienlotse des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sehr hilfreich sein.

Wieviel bekommt man?

In welchem Umfang die Finanzierung durch ein Stipendium übernommen wird, ist sehr unterschiedlich. Manche Stipendien-Programme kommen für das gesamte Studium inklusive aller Lebenshaltungskosten auf. Mit anderen lässt sich nur ein Teil des Studiums finanzieren. Der Betrag wird in der Regel von den Institutionen selbst festgelegt und kann auch dort erfragt werden. Manchmal wird die Höhe der Finanzierung auch von bestimmten Voraussetzungen abhängig gemacht.

Voraussetzungen

In der Regel müssen ein paar Voraussetzungen erfüllt sein, um ein Stipendium zu erhalten. Wie bereits beschrieben, erhält man manche Stipendien nur mit einem bestimmten Notendurchschnitt oder muss andere Eigenschaften erfüllen.

In den meisten Fällen wird außerdem ein Motivationsschreiben verlangt, im dem steht, warum gerade man selbst dieses Stipendium erhalten sollte. Referenzen sind ebenfalls hilfreich.

Motivationsschreiben

Das Kniffeligste an der Bewerbung auf ein Stipendium ist das Motivationsschreiben. Auf keinen Fall sollte es so klingen, als hätte man eine x-beliebige Vorlage heruntergeladen und ein paar persönliche Daten ergänzt. Bevor du stundenlang auf ein leeres Word-Dokument starrst und nicht weißt, wie du anfangen sollst, empfehle ich ein einfaches Brainstorming mit Stift und Papier. Beantworte einfach die Frage, warum du dieses Stipendium haben willst und was dich gegenüber anderen Bewerbern auszeichnet. Engagierst du dich in deiner Freizeit für irgendetwas? Bist du beruflich für eine gute Sache tätig? Giltst du als High Potential in deinem Job? All das können Gründe sein, die du für ein Stipendium anführen kannst.

Finde noch ein paar schöne Umschreibungen, was das Stipendium dir in diesem Zusammenhang bringt. Motiviert es dich besonders, deine zuvor genannte Tätigkeit weiter neben dem Studium zu betreiben? Gibt es dir die Möglichkeit, deine Arbeitszeit zu verkürzen und damit Studium und Beruf zu vereinen? Einfach ehrlich sein und das Ganze in schöne Formulierungen packen. So verfasst du dein ganz individuelles Motivationsschreiben.

Empfehlungsschreiben

Super ist es, wenn ihr eurer Bewerbung auch noch ein oder zwei Empfehlungsschreiben beilegen könnt. Ein Empfehlungsschreiben kann zum Beispiel ein aktueller oder früherer Professor oder Arbeitgeber ausstellen. Wenn ihr da jemanden habt, der euch wohl gesonnen ist, fragt einfach einmal nach. Ein Empfehlungsschreiben enthält meistens ein paar Infos darüber, was ihr bei dem jeweiligen Professor oder Arbeitgeber gemacht habt (ähnlich wie ein Arbeitszeugnis) und schließt mit einer Empfehlung oder ein paar netten Worten für das bevorstehende Studium ab.

Fazit

Ein Stipendium zu bekommen, ist keine Raketenwissenschaft. Eine Bewerbung lohnt sich allemal. Ich habe übrigens ein 25%-Stipendium von meiner Fernhochschule erhalten und ich bin wirklich keine Einser-Schülerin. Wenn ihr Fragen oder eigene Erfahrungen mit Stipendien habt, freue ich mich auf eure Kommentare.

Andrea Heimer

Andrea Heimer

Neben meinem Vollzeitjob bin ich begeisterte Fernstudentin. In meinem Blog schreibe ich über berufsbegleitende Weiterbildung und Fernstudium, Zeitmanagement und Work-Life-Themen.
www.we-are-curious.de
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3 Gedanken zu „Stipendium – Keine aussichtslose Sache

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