Stress im Fernstudium

Stress – Was, wenn nichts mehr geht?

Lernen ist etwas tolles. Ich habe meine Entscheidung, neben dem Beruf noch ein Fernstudium anzufangen bisher nie bereut. Trotzdem gibt es natürlich Momente, in denen man sehr nahe an den Rand der Erschöpfung kommt und einem alles über den Kopf wächst. Dieses Problem ist gerade auch Thema einer Blogparade auf sam-kreativ-leben.de und ich beteilige mich daran, um anderen Workaholics und Weiterbildungs-Wütigen zu zeigen, wie ich damit umgehe.

Vorbeugen ist besser als Nachsorgen

Planung ist alles

Unser größtes Problem sind ja nicht Beruf und Fernstudium allein, sondern auch die vielen kleinen und großen Dinge, die noch nebenher erledigt werden wollen. Ganz abgesehen davon, dass man zwischendurch noch irgendwie Zeit zum Erholen finden muss. Wer viel zu tun hat, sollte umso detaillierter planen und dabei nicht nur die Arbeit und Weiterbildung sondern auch Zeit für Alltags-Aktivitäten und -ToDos, Unverhofftes, genauso wie für Erholung fest in den Terminkalender schreiben.

Schreibe Dinge auf

Egal ob Schmierzettel, Notizbuch oder App – alles was du aufschreibst, geistert nicht mehr in deinem Kopf herum. Es kann übrigens sehr hilfreich beim einschlafen sein, vorher alle ToDos aufzuschreiben. Für den Notfall einfach immer was zum Schreiben auf dem Nachttisch deponieren. Durch das Aufschreiben werden deine Aufgaben auch übersichtlicher (Visualisierung ist was Tolles!), wirken nicht mehr so erschlagend und können besser geplant werden.

Lege dir eine gesunde Grundeinstellung zu

Lebe bewusster

Genauso wie man bewusst essen kann, kann man auch Zeit bewusst konsumieren. Natürlich wissen wir alle, wie eine super-gesunde Ernährung bzw. der optimale super-produktive Tagesablauf aussieht. Trotzdem gönnt sich jeder ab und zu mal was – einen Jumbo-Burger mit Pommes oder eben ein Wochenende auf der Couch. Das sollte man dann aber bewusst tun. Zum einen, damit man sich nachher nicht fragt, wo die Zeit schon wieder hin ist. Zum anderen aber auch, weil man so viel besser seine Energiereserven auftankt.
Bewusstes Rumgammeln ist der Schlüssel zu einem produktiven Leben.

Tritt einfach mal einen Schritt zurück und betrachte dich aus einer anderen Perspektive

Guck mal, was du bis hierhin alles geschafft hast. Du hast einen Job. Idealerweise sogar einen, den du gerne machst und mit dem du gutes Geld verdienst. Du bildest dich nebenbei weiter. Nicht etwa, weil du so viel mehr Zeit hast als andere, sondern, weil du’s einfach mal kannst und weil du eine bewusste Entscheidung für deine Zukunft getroffen hast. Aus dieser Perspektive betrachtet bist du schon eine ziemliche Powerfrau/-mann, oder? (Was ist eigentlich das männliche Gegenstück zur Powerfrau? Gibt es das? Gender-Wissenschaftler unter uns?).

Eine wichtige Grundeinstellung ist auch, dass man sich klar macht, dass man nicht mehr in der Schule und irgendwem etwas schuldig ist. Niemand schimpft, wenn man mal unkonzentriert ist oder schlechte Noten nach Hause bringt. Du machst das alles für dich und aus freien Stücken. Das bedeutet zwar zum einen, dass man auf sich allein gestellt ist und mehr Verantwortung hat, aber auch dass man sehr viel Freiheit genießt in dem, was man tut. Es steht dir sogar frei, deine Weiterbildung zeitweise zu pausieren oder ganz damit aufzuhören.
Mach dich frei von dem Gedanken, dass du irgendetwas musst.

Und dann überleg mal, warum du das alles machst

Es gibt viele Gründe, warum Menschen sich für eine Weiterbildung neben dem Beruf entscheiden. Spaß an Herausforderungen, ein neuer Abschluss im Lebenslauf, eine Gehaltserhöhung oder ein Jobwechsel in den Traumberuf. Meist ist die Motivation am Anfang sehr groß, weil man noch diesen Grund, also das Ziel vor Augen hat. Wichtig ist es, eben dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und sich nicht von zeitweiligem Stress davon ablenken zu lassen. Manchen reicht es, sich das einfach dick hinter die Ohren zu schreiben. Andere rahmen es sich besser ein und hängen es über den Schreibtisch, um sich immer wieder daran zu erinnern.
Ein Ziel vor Augen zu haben, ist die beste Art, sich für den Weg dahin zu motivieren.

Was tun, wenn nichts mehr geht

Höre auf deinen Körper

Was oft bildhaft mit dem inneren Schweinehund umschrieben wird, sollte man nicht einfach mit reiner Faulheit abtun. Es ist ein deutliches Zeichen deines Körpers. Genauso wie du dich nach dem Sport erholen musst, braucht auch der Kopf mal Ruhe, um sich zu regenerieren und neue Energie zu sammeln. Wer diese Zeichen ignoriert, macht es nur schlimmer. Erschöpfung bis hin zum Burnout können die Folge sein.

Einfach mal alles stehen und liegen lassen

Ich bin ein unglaubliches Arbeitstier. Wenn ich einmal nichts zu tun habe, werde ich unruhig und überlege, was ich in dieser Zeit nicht alles erledigen könnte: lernen, Blog-Artikel schreiben, Sport, treiben, staubsaugen, Mutti anrufen, … Am schlimmsten ist es, wenn ich mir bereits etwas fest vorgenommen habe und merke, dass es einfach nicht geht. Kein Bock. Überhaupt nicht. Es fällt mir wirklich nicht leicht, aber ich gönne mir dann einfach ganz bewusst etwas freie Zeit. Meist folgt auf einen faulen Lese-Nachmittag ein super-produktiver Arbeits- und Studien-Tag.

Andrea Heimer

Andrea Heimer

Neben meinem Vollzeitjob bin ich begeisterte Fernstudentin. In meinem Blog schreibe ich über berufsbegleitende Weiterbildung und Fernstudium, Zeitmanagement und Work-Life-Themen.
www.we-are-curious.de
Andrea Heimer
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2 Gedanken zu „Stress – Was, wenn nichts mehr geht?

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